Getestet auf bmw s1000r

CONTINENTAL

 

FAZIT ZUM CONTI SPORT ATTACK 3 TEST !

 

Montiert wurde der Neuzugang in der Sportattackfamilie von Conti am 18.03.2016 auf die BMW S1000R !

 

 

Anfangs bei Temperaturen um die 8° mit flauem Gefühl losgefahren in den Bayrischen Wald und über das wunderschöne Mühlviertl wieder zurück ! Schon nach den ersten 100 km war klar, der Gummi klebt auch bei "kühleren" Temperaturen und das Vertrauen wuchs.

 

Sehr kurze Aufwärmphase ergänzen das Vertrauenspaket. Leicht zu handeln und sehr Kurvenwillig. Kein Aufstellen beim reinbremsen oder wegschmieren beim rausbeschleunigen. Am Abend waren dann die ersten 550 km auf dem neuen Kleber von Conti drauf. Die temperaturen stiegen dann mal an und wir bekamen schon 12° und mehr bei der zweiten Ausfahrt ins Ennstal. Luftdruck fuhren wir da mit 2,5 und 2,7 !

 

Auf "feuchten" Stellen verbesserte sich der Grip zum Vorgänger Conti Sportattack 2 gewaltig. Im nassen wurde die Performance weiter verbessert, und liegt nun auf Mitbewerberniveau. Am Abend waren wir glücklich und um 600 km reicher wieder zurück.

 

Abschlußtour war dann über zwei Tage geplant. Der Conti sollte noch halten. Auf gings über Admont - Kaiserau - Trieben - Mühlen - Klagenfurt - Rosental - Villach - Wernberg. Alles bestens, Grip sehr gut, Verschleiß naja. Am 2.Tag weiter von Wernberg - Hermagor - Weissbriach - Spittal - Katschberg - Obertauern (noch kalt) - Annaberg - Gosau - Gmunden - und ab nach hause ! Diese Runde ergab (mit einigen Abstechern) ca.800 km. Der Conti war noch gut ! Also gings nochmals los über Ennstal - Urltal - Mühlviertel - Bayrischer Wald - Mühlviertel - Ennstal. Wieder an die 550 km und der Sportattack 3 wollte nicht zur Neige gehen.

 

 

Also noch ein Tag "Hausstrecke" bei 20° und nach ca. 200 km war dann die Pensionsreife des Superklebers erreicht. Abschliessend ist zu sagen: Top Performance, Extremer Grip, Gute Naßeigenschaften, Kilometerleistung erhöht (CSA 2) ! Wir waren sehr zufrieden und werden die 2. Garnitur dann im Sommer bei "freundlicheren" Temperaturen testen.

 

2700 km finden wir für moderne Supersportreifen sehr OK, in Anbetracht auf die Leistung der neuen Naked und Supersportbikes !

 

Es reissen doch an die 160 bis 200 PS am schwarzen Gold !

 

 

 

METZELER

Straßentest Metzeler M 7 RR

 

Nach 2 Garnituren Conti und einem Bridgestone kam nun der Metzeler M7RR zum Zug. Da dieser Reifen bei den Journalisten auf der Rennstrecke sowie im Alltag gut abschnitt, wollten wir uns von dem Klebstoff selber überzeugen.

 

Montiert auf eine BMW S1000R ging es dann los. Erste Ausfahrt gleich mal 560 km, davon 150 im Regen. Grip und Vertrauen ab dem ersten Meter, auch im Nassen nur minimale Einbußen. Handling fast perfekt. Kaum Aufstellmomente beim spät in die Kurve bremsen.

 

Nach dem „Regentest“ kam der Sommer und die brutalen Temperaturen von bis zu 38° ! Eine Herausforderung für das schwarze Gold. Aber auch bei sehr zügiger Fahrweise im Mühlviertel und angrenzendem Bayrischen Wald keine Schwächen.

 

Die längere Tour machte der M7RR von OÖ über ST - K - SLO – IT – K - ST – OÖ

 

1100 km in 2 Tagen von 36° über 12° und leichter Regen war alles dabei. An Grip fehlte es nie.

 

Luftdruck fuhren wir den von Metzeler empfohlenen 2,5 vorne und 2,9 hinten. Dies kam mir etwas viel vor und so senkte ich ab auf 2,2 und 2,5 ! Dies war der falsche Weg, und das Handling verschlechterte sich stark. Wieder auf Vorgabe und alles passte perfekt !

 

Der M7RR klebt auch lauwarm schon sehr gut, aber erstmal auf Temperatur ist dieser Supersportreifen kaum zum Rutschen zu bringen.

 

Die ein und andere Runde im Zentralraum OÖ BAYERN KÄRNTEN machte es dann möglich den M7RR an seine Verschleißgrenze zu bringen. Die Mindestprofiltiefe von 1,6 mm erreichte er nach ca. 3800 km. Da wir unsere Reifen aber zur Gänze bezahlen, wollen wir diese auch zur Gänze nutzen, und so blieb der M7RR bis zum Erreichen des Indikators. Dies war bei 4400 km !

 

Ich hatte den Reifenwechseltermin um 15:00, also blieb noch Zeit für die „Pensionsfahrt“ des M7RR. Diese dauerte 300 km, dann allerdings war er „wirklich fertig“, so mein Reifenhändler !

 

 

 

Fazit: Top Reifen, Ausreichend Grip, Gute Nasshaftung, Gute Laufleistung.

 

Es wurde noch einer montiert, der demnächst auf der Kroatischen Küstenstraße beweisen soll, das er auch mit „sehr griffigem“ Asphalt klar kommt, ohne von der sehr Guten Laufleistung einzubüßen !

 

 

 

Ich stehe in keiner Beziehung zu Metzeler, und dieser Bericht ist alleine mein Empfinden ohne etwas zu Beschönigen !

 

BRIDGESTONE

Ein neues Profil mit höherer Steifigkeit und vergrößertem Kontaktbereich sorgt für mehr Stabilität und besseres Handling in Kurven.

Das Hinterrad des neuen Battlax Hypersport S21 erhielt einen größeren Radius sowie eine optimierte Gürtelkonstruktion. Die dadurch weiter verbesserte Haftung sorgt für mehr Stabilität in Schräglage. Die griffigere Traktion wiederum ermöglicht eine längere Laufleistung.

Soweit alles richtig gemacht. Bei meinem Test stellte sich das Ergebniss mit 3000 km, etwas höhere Laufleistung als beim S20Evo ein. Die hielten 2800 km ! Grip ist, wie bei allen neuen Supersportreifen auf sehr hohem Niveau. Wer mit diesen Reifen „Rutscher“ hat, sei gesagt es liegt definitiv nicht am schwarzen Gold ! Unregelmässiger Belag, Schmutz, oder andere Unreinheiten, aber nicht am Reifen.

Ich habe den S21 montiert am 29.04.2016 nach dem Conti SA 3. Die erste Ausfahrt Mühlviertel Bayern ca. 600 km ! Alles bestens. Etwas härtere Karkasse als der CSA 3 aber dies ließ sich mit der Fahrwerkseinstellung kompensieren. CSA 3 Fahrwerk auf HARD und S21 auf SOFT war annähernd gleiches Feeling !

Dann gings 4 Tage nach Croatien. Die Küstenstraße fordert die Reifen extrem, da sehr Gripreich. Eventuell ging dies auch zu Lasten der Laufleistung. Von Croatien gings über Slowenien Italien zurück nach Österreich. 1700 km (Gesamt 2300 km) später sah man dem S21 die Strapazen der Tour schon an. Egal, wir bezahlen die Reifen zur Gänze, also werden diese auch zur Gänze runtergefahren.

Weiter gings dann wieder mal ins schöne Enns- und Urltal, Gesäuse…. 400km ! Es war dem S21 anzusehen, das er bald in Pension gehen will. Also am Montag (bevor der Regen kommt) noch mal schnell ins Leder und ab ins Ennstal (Hausstrecke) ! 300 km beherztes Umlegen auf meiner „Lieblingsstrecke“ gab dem S21 den Rest, er durfte am 30.05.2016 in den wohlverdiehnten Ruhestand ! 3000 km Gesamtlaufleistung sind OK !

FAZIT: Sehr agiler, Gripreicher, leicht zu handelnder Supersportreifen mit Vertrauen ab dem ersten Meter. Korrekturen an der Linie (falls nötig) setzt er sehr schnell um. Harte Karkasse, weicher Gummi, drei Mischungen. Sehr gutes Feedback.

Nun ist der Pirelli Diablo Rosso 3 dran, mal sehen wie der sich mit den Mitbewerbern schlagen kann !

PIRELLI

Der neue Sproß der Pirellifamilie für 2017 ist der Diablo Rosso 3.

 

Montiert und getestet ebenfalls auf der BMW S1000R im "Hochsommer".

 

Vorweg ist zu sagen, was uns die Reifenindustrie heute liefert unterscheidet sich noch kaum. In Punkto Grip, Laufleistung, Handling sind die Unterschiede sehr gering zwischen den verschiedenen Anbietern. Das persönliche Empfinden unterscheidet.

 

Ich war mit dem PDR 3 sehr zu zufrieden, kaum Aufstellmomente, schnell auf Betriebstemperatur. Grip immer ausreichend. Im nassen leichte Nachteile gegenüber M7RR und S21.

 

Auf dem Niveau des Conti Sportattack 3. Etwas weichere Karkasse als der S21, aber trotzdem gute Rückmeldung. 

 

Hauptsächliche Strecken waren Mühlviertel, Bayrischer Wald. Eine Ausfahrt über die Steiermark nach Kärnten und über Salzburg retour !

 

Laufleistung bei mir waren 2800 km bis zum Indikator. Auch zum Ende hin noch sehr Stabil und Gripreich.